Nachgefragt: Pro & Kontra des e-castings

Auf den ersten Blick scheint das e-casting nur Vorteile zu haben: Es geht schnell, ist unkompliziert und kostengünstig und Du hast als SchauspielerIn die Kontrolle über das Material, mit dem Du Dich bewirbst.

Dennoch gibt es immer wieder Stimmen, die dagegen argumentieren.

Julia Beerhold und Johannes Franke haben sich umgehört und dich wichtigsten Pros und Kontras der CasterInnen zusammen gefasst.

In der Sommerpause drehen?

Viele SchauspielerInnen mit festem Theaterengagement haben gelegentlich Schwierigkeiten, Spielplan und Drehtage unter einen Hut zu bekommen.
Die Sommerpause kann ein ideales Zeitfenster sein, um sich frei von Theaterverpflichtungen auch für Film- und Fernsehrollen anzubieten. 

Dass Du demnächst Zeit hast, ist ein wichtiger Hinweis für die CasterInnen und damit ein guter Anlass, um ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen.

Das kann zum Beispiel eine Mail an Deine LieblingscasterInnen sein.
Zumindest solltest Du aber sicher sein, dass Dein filmmakers Profil aktuell ist.
Schließlich bewirbst Du Dich damit Tag für Tag bei den CasterInnen, Produktionsfirmen und Sendern.

Wann? – Am besten bald.
Denn Projekte, die zwischen Juni und September gedreht werden, befinden sich vermutlich jetzt gerade in der Besetzungsphase.

 

Und wer hat’s gecastet?

Als Schauspielerdatenbank schlagen per se schon zwei Herzen in uns’rer Brust:
Eins für SchauspielerInnen, die jeden Film erst mit Leben füllen, und eins für all diejenigen hinter den Kameras, die nach dem perfekten Cast für jede Rolle suchen, die SchauspielerInnen vorschlagen, für sie kämpfen und sie schließlich besetzen: Die CasterInnen. 

Aus diesem Grund haben wir der Schauspielvita bei filmmakers ein neues Feld hinzugefügt: Den Casting Director.

Gib neben der Regie doch auch an, wer Dich für die Rolle besetzt hat.
Vielleicht fällt Dir dann erst auf, dass Du einen Fan unter den CasterInnen hast, der Dich immer wieder besetzt oder dass der ein oder andere vielleicht einmal eine Erinnerung brauchen könnte, dass es Dich noch gibt.

Auch für die CasterInnen ist es praktisch zu sehen, wenn bestimmte KollegInnen immer wieder gerne mit Dir zusammen arbeiten oder dass Du vielleicht schon viele verschiedene CasterInnen überzeugen konntest.

Als SchauspielerIn bist Du das Gesicht des Films und der Casting Director war oft der erste, der an Dich als dieses Gesicht geglaubt hat.
Die Nennung in Deiner Vita ist ein schöner Hinweis auf Eure Zusammenarbeit.

Networking auf Branchenevents


Heute beginnen die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin und sind – wie jedes Jahr – gesäumt von Agenturempfängen, Partys und sonstigen Events. 
Die ganze Branche kommt zusammen; ein großes Klassentreffen, mit all jenen, die man bereits kennt. Aber wie nutzt man solche Veranstaltungen, um neue Leute kennen zu lernen und zum Beispiel CasterInnen positiv im Gedächtnis zu bleiben?

“Wenn man Branchenevents gut für sich nutzen kann, sind sie unbedingt sinnvoll. Wenn nicht ggf. sogar schädlich”, sagt Alina Gause, Beraterin für KünstlerInnen und Dozentin am iSFF.
Denn wer seinem eigenen, natürlichen Gefühl für passende und angemessene Kontaktaufnahme, das im Alltag meist automatisch gut funktioniert, auf Branchenveranstaltungen nicht vertraut oder glaubt, es überwinden zu müssen, wirkt schnell unsicher und macht im schlimmsten Fall eher einen schlechten Eindruck.
In Alina Gauses Workshop “Die dritte Person” – Anbieten ohne Anbiedern, stellen die TeilnehmerInnen darum typische Situationen solcher Events nach um aufzuzeigen, “wie unpassend Verhaltensweisen sein können, die Schauspielern gerne empfohlen werden oder die sie selbst für zielführend halten, wie “Hartnäckig bleiben”, “Überall sein”, “Auffallen”…”, erzählt Gause.

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, locker und entspannt ins Gespräch zu kommen, schließlich „Networking auf Branchenevents“ weiterlesen

Selbstinszenierung im e-casting

e-castings haben wahnsinnig viele praktische Vorteile.
Jedoch: Regie oder Casting-Department stehen nicht bereit, um gemeinsam mit Dir an der Rolle oder der Szene zu arbeiten.
Du musst Dich selbst inszenieren und das ist manchmal gar nicht so einfach. 

Was Du beachten solltest und wie Du am besten vorgehst, haben Julia und Johannes für Dich zusammen gefasst, wieder ergänzt durch hilfreiche Tipps von CasterInnen wie Susanne Ritter, Marc Schötteldreier und Clemens Erbach. 

Noch mehr Infos gibt’s wie immer im YouTube Kanal von Netzwerk Schauspiel.
Einfach abonnieren und keine Folge mehr verpassen.

Als Anspielpartner einen Fuß in die Tür bekommen

Wer  noch nicht so viele Leute in der Branche kennt oder nicht gut im networken ist, sollte sich andere Wege suchen, um Kontakte auf Augenhöhe zu knüpfen, z. B. als Anspielpartner.  

Wie lerne ich CasterInnen, RegisseurInnen, RedakteurInnen etc. persönlich kennen?
Und wie bringe ich sie dazu, gute Erinnerungen an mich als SchauspielerIn zu behalten, sodass ich künftig aus der Masse heraus steche?
Wie kann ich mich beweisen, wenn mich noch Niemand – oder nach einer längeren Schaffenspause – Niemand mehr kennt?
Ja, allgemein gefragt: Wie bekomme ich einen Fuß in die Tür?

Solche Fragen werden uns häufig gestellt.
Eine Antwort könnte sein:

Stell Dich bei Castings als Anspielpartner zur Verfügung. 

Das kommt natürlich nicht für jeden in Frage, denn meist hat die Produktion kein oder nur ein kleines Budget für einen Anspielpartner, sprich: Du arbeitest ggf. einen ganzen Tag ohne Gage.
Aber wenn Du gut bist, profitierst Du bestimmt in der ein oder anderen Weise davon, denn „Als Anspielpartner einen Fuß in die Tür bekommen“ weiterlesen

Zeig was Du kannst. Verlinke Deine Fähigkeiten mit Deinem Reel

Demo-Szenen zeigen besonders eindrücklich, wie gut Du etwas beherrschst. 

Besondere Fähigkeiten heben Dich von anderen SchauspielerInnen ab. Sprachkenntnisse, ein Motorradführerschein, ein beherrschtes Instrument oder spezielle Sportarten können Kriterien sein, die dabei helfen, eine Rolle mit eben diesen Fähigkeiten authentisch darzustellen.
Darum empfiehlt es sich, Skills im Profil anzugeben, sodass sie bei Bedarf über die Suchmaske der CasterInnen gefunden werden können.

Wer darüber hinaus seine Fähigkeiten mit Bewegtbild oder Audiomaterial (z. B. bei Sprachkenntnissen, Gesang oder Sprechererfahrung relevant) untermauert, gibt den Besetzern ein starkes Werkzeug an die Hand, den Grad Deiner Fähigkeiten einzuschätzen und diese als Argument für die Besetzung zu nutzen.

Um direkt und unmittelbar auf das entsprechende Video- oder Audiomaterial zu verweisen, können einzelne Szenen aus Deinem filmmakers Reel nicht nur mit der Vita, sondern auch mit Deinen Fähigkeiten verknüpft werden.
Manche SchauspielerInnen verwenden hierfür extra hergestellte Skill-Demos, in denen sie ihre Fähigkeiten vorführen.
Alternativ ist auch denkbar, eine Showreel-Szene, in der Du beispielsweise Motorrad fährst oder Violine spielst, mit der entsprechenden Fähigkeit zu verknüpfen. Hier ein Beispiel.

Das Material muss hierfür im Demo-Editor  – auf den Du mit dem VOLLEINTRAG PLUS Zugriff hast – hoch geladen und veröffentlicht sein.
Bei “Meine Reels” hast Du unter dem Punkt “Bearbeiten” für jede Szene die Möglichkeit, diese mit Deiner Vita und/oder einer Fähigkeit zu verknüpfen. Anschließend erscheint ein kleiner grüner “Play”-Button neben der entsprechenden Fähigkeit, mittels dem man auf die zugeordnete Szene gelangt.

Natürlich sind wir Dir auch gerne bei der Verknüpfung behilflich.

Das Showreel: Arbeitswerkzeug vs. Kunstwerk

Warum die Kapitelansicht eines Reels für die Besetzung so wichtig ist

Für die meisten Schauspieler*innen ist ein in Kapitel aufgeteiltes Reel bereits gang und gäbe.
Dennoch tun sich manche noch schwer, sich von ihrem aufwendig zu einem Gesamtfilm zusammen geschnittenen Band zu lösen, das eine eigene Dramaturgie hat und beinahe als eigenständiges Kunstwerk durchgehen könnte. Natürlich ist ein solches Reel schön für den Schauspieler, schließlich präsentiert er darin sein gesamtes künstlerisches Schaffen wie in einem Filmtrailer pointiert und unterhaltsam.
Jedoch: Ist das wirklich der Sinn der Sache?

Zwar wird im deutschsprachigen Raum aktuell wieder mehr gecastet, egal ob live oder im eCasting. Jedoch das Showreel hat nach wie vor eine ganz zentrale Rolle im Besetzungsprozess, um die schauspielerische Leistung, die aktuelle Wirkung im Bewegtbild und um Art und Umfang der Rollen von der Vita beurteilen zu können. „Das Showreel: Arbeitswerkzeug vs. Kunstwerk“ weiterlesen

5 GB online Datenspeicher für Schauspieler*innen

Online-Sicherung Deiner Video- & Audiodateien
– I
m VOLLEINTRAG PLUS inklusive 

Video- und Audiomaterial kann heute ganz schön groß sein.
Gut, wenn man nicht alles auf der eigenen Festplatte sammeln muss, sondern online-cloud-Systeme nutzen kann und damit die sicheren Server von Unternehmen, denen man vertraut.

Darum stellen wir Schauspieler*innen mit  VOLLEINTRAG PLUS „5 GB online Datenspeicher für Schauspieler*innen“ weiterlesen

Kostenloses Berufseinstiegsangebot für Schauspielabsolvent*innen

Mit Profil in den Job starten – kostenlos und unverbindlich 

Die Absolventenvorsprechen der staatlichen Schauspielschulen sind in vollem Gange. Dabei tummeln sind jedes Jahr Caster*innen, Intendant*innen, Agent*innen und sonstige Besetzer*innen, um die neue Schauspielgeneration in Augenschein zu nehmen.
Gerade wer sich als Nachwuchsschauspieler*in noch keinen Namen in der Branche gemacht hat, tut gut daran, sich potentiellen Auftraggeber*innen darüber hinaus auch digital perfekt zu präsentieren. Eine generelle Findbarkeit inkl. Kontakt aber auch Fotos, Showreel und Vita sind dabei wichtige Voraussetzungen.

Darum bieten wir staatlichen Schauspielabsolvent*innen pünktlich vor dem Vorsprechen (Absolvent*innen BAföG anerkannter, privater  Schauspielschulen ab dem Abschluss) zwei Jahre kostenlose Nutzung des ausführlichsten filmmakers Eintrags, des VOLLEINTRAG PLUS inkl. Demo-Reel für eine optimale Präsentation zu Beginn der Karriere, ohne sich Gedanken um die Kosten machen zu müssen. „Kostenloses Berufseinstiegsangebot für Schauspielabsolvent*innen“ weiterlesen