Datenbanknutzung der Caster*innen

Die neue BVC Umfrage ist da! 

Wir haben schon gespannt auf das Ergebnis gewartet.
Und auch, wenn wir es fast erwartet haben, freuen wir uns dennoch riesig,   erneut die meistgenutzte Datenbank der Caster*innen zu sein.
Für fast 80 % der Befragten (genauer gesagt 79,5 %) ist filmmakers DAS Standard-Werkzeug für die Besetzung.

Schon vor ein paar Wochen haben die im Bundesverband Casting organisierten Caster*innen erneut angegeben, mit welchen Datenbanken sie standardmäßig, manchmal oder auch gar nicht arbeiten.
Ein super Hilfsmittel für  Schauspieler*innen und Agenturen, die sich nicht wahllos überall ausführlich und kostenpflichtig präsentieren möchten. Nun ist das Umfrageergebnis endlich auch online auf der Homepage des BVC einzusehen.

Hier das Umfrageergebnis im Detail:
https://castingverband.de/bvc/wp-content/uploads/2018/11/2018_BVC_Datenbanknutzung.pdf 

4 Gedanken zu „Datenbanknutzung der Caster*innen“

  1. Bitte seid Opinion Leaders und nicht Fashion Victims – hört doch auf mit diesem sprachlichen Unsinn: Schauspieler*innen !!! „Schauspieler“ schliesst, als generisches Maskulinum, beide Geschlechter ein, und so soll es auch bleiben. Als Spracharbeiter sollen wir uns auch richten nach den Empfehlungen der Sprachwissenschaftler, und die sind sich hier einig: Sprache hat ihre eigenen Gesetze, die respektiert werden müssen, und Sprache soll nicht missbraucht und verbogen werden für politische Zwecke. Jede Art von Sprachzwang – und darum handelt es sich hier – hingegen weckt, wie Prof. Eisenberg aus Potsdam kürzlich monierte, höchst ungute Assoziationen. Auf solche Zwänge von rechts sind wir sensibilisiert – an solche von linke müssen wir uns erst noch gewöhnen. Dazu ist es jetzt Zeit.

    1. De Saussure, Vater der Linguistik, fiel auf, dass Sprache einem ständigen Wandel unterworfen ist. Kaum ist ein neuer „Duden“ veröffentlicht, so meint er, ist er eigentlich schon obsolet.
      Sonst hätte sich Latein nicht in Italienisch verwandeln können oder Mittelhochdeutsch in das aktuelle Hochdeutsch. Sprache unterliegt einer Veränderung durch „die Straße“, wieviele neue Anglizismen gibt es nun im Deutschen und in vielen europäischen Sprachen, allerdings ist im Laufe der Geschichte Sprache immer wieder von „Oben“ ganz bewusst und offiziell geformt worden. Dass ein „generisches Maskulinum“ beide Geschlechter einschließt sagt schon sehr viel aus. Wann ist diese Sichtweise entstanden – vielleicht sogar von „Oben“ einer offeneren und tolleranteren vorhergehenden Sprache aufgezwungen – man kann nie weit genug in die Vergangenheit blicken. Die Geisteshaltung der Epoche, in der wir leben, wird sich auch in der Sprache zeigen. Es gibt kaum etwas Kreativeres und von außen beeinflussbareres als Sprache. Grenzen kennt sie kaum. Grüsse G.

  2. Zwei wertvolle Kommentare und zwei Meinungen.
    In der Tat hätten wir nicht damit gerechnet, dass dieser Beitrag eine linguistische Debatte auslöst, aber spannend ist es allemal!

    Wir haben lange Zeit daran festgehalten, besonders auf Zuspruch unserer weiblichen und sehr emanzipierten Kolleginnen hin, Schauspieler Schauspieler sein zu lassen und die weibliche Endung unter den Tisch fallen zu lassen, denn natürlich ist klar, dass wir immer beide Geschlechter meinen.
    Jedoch: Daraufhin haben sich immer wieder Frauen gemeldet, die sich dadurch verletzt und ausgeschlossen gefühlt haben.

    Das könnte jetzt, liebe Nour, Deine These unterstreichen, die uns vorwirft, linke Mitläufer zu sein. Wir haben uns jedoch entschieden, dass wir uns lieber diesem Vorwurf stellen und den ein oder anderen, der die ergänzende Nennung der weiblichen Endung ablehnt, verärgern, als Jemanden zu verletzen.

    Herzlich
    das filmmakers Team

  3. Ich muss es einfach loswerden, es ist mir ein Graus, diese politisch aufoktroyierte, manipulierende und falsche Schreibweise … auch, weil ich kein Problem mit #metoo habe.

    Was mich aber stört, rein praktisch, es wirft mich beim Lesen aus dem Gefühl.
    Als Beispiel, ich habe mir das Buch „Mag’s im Himmel sein, mag’s beim Teufel sein“ von Evelyn Steinthaler gekauft, indem es um Beziehungen der „Rassenschande“ im 3.Reich geht, anhand prominenter „SchauspielerIn“ und Kulturschaffenden. Nicht nur, dass dieses „In“ oder „*in“ nicht konsequent benutzt wird, es ist auch einfach semantisch falsch und rein eine politische Machtdemonstration.

    Aber, jeder Generation Ihr Steckenpferd.

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