Dein Spiel, Dein Reel

Wie Du mit ein paar kleinen Kniffen Dein Reel für die Besetzungsarbeit der CasterInnen optimierst.

Das Wichtigste in Deinem Showreel bist natürlich Du. Wenn CasterInnen auf Dein Demo klicken, sind sie in der Regel schon von Deinem Look überzeugt und haben nach SchauspielerInnen gesucht, deren Eigenschaften und Fähigkeiten Du erfüllst. Nun möchte der Caster wissen, wie Du im Bewegtbild aussiehst, wie sich Deine Stimme anhört, wie Deine Ausstrahlung vor der Kamera ist und natürlich, wie Du spielst.

Um den CasterInnen, die manchmal hunderte Reels am Tag anschauen, entgegen zu kommen, können ein paar kleine Kniffe helfen, „Dein Spiel, Dein Reel“ weiterlesen

Das Logo des Schauspielers ist sein Gesicht

Warum ein gut ausgewähltes Profilfoto so wichtig ist. 

Manche Markenlogos erkennen wir bereits von Weitem, an den Proportionen, den Farben oder der Typographie, selbst wenn wir den Schriftzug nicht lesen können.
Kein Wunder, dass Unternehmen viel Geld und Expertise in die Entwicklung und Etablierung eines solchen Logos stecken. Denn wer so fest im Kopf des potentiellen Kunden verankert ist, kann kaum in Vergessenheit geraten.

„Das ‚Unternehmen Schauspieler’ braucht gar kein Logo zu entwickeln, denn es hat bereits das beste Logo der Welt: ein Gesicht.“, schreibt Casting Director Clemens Erbach und verweist darauf, „Das Logo des Schauspielers ist sein Gesicht“ weiterlesen

Nachgefragt: Pro & Kontra des e-castings

Auf den ersten Blick scheint das e-casting nur Vorteile zu haben: Es geht schnell, ist unkompliziert und kostengünstig und Du hast als SchauspielerIn die Kontrolle über das Material, mit dem Du Dich bewirbst.

Dennoch gibt es immer wieder Stimmen, die dagegen argumentieren.

Julia Beerhold und Johannes Franke haben sich umgehört und dich wichtigsten Pros und Kontras der CasterInnen zusammen gefasst.

Und wer hat’s gecastet?

Als Schauspielerdatenbank schlagen per se schon zwei Herzen in uns’rer Brust:
Eins für SchauspielerInnen, die jeden Film erst mit Leben füllen, und eins für all diejenigen hinter den Kameras, die nach dem perfekten Cast für jede Rolle suchen, die SchauspielerInnen vorschlagen, für sie kämpfen und sie schließlich besetzen: Die CasterInnen. 

Aus diesem Grund haben wir der Schauspielvita bei filmmakers ein neues Feld hinzugefügt: Den Casting Director.

Gib neben der Regie doch auch an, wer Dich für die Rolle besetzt hat.
Vielleicht fällt Dir dann erst auf, dass Du einen Fan unter den CasterInnen hast, der Dich immer wieder besetzt oder dass der ein oder andere vielleicht einmal eine Erinnerung brauchen könnte, dass es Dich noch gibt.

Auch für die CasterInnen ist es praktisch zu sehen, wenn bestimmte KollegInnen immer wieder gerne mit Dir zusammen arbeiten oder dass Du vielleicht schon viele verschiedene CasterInnen überzeugen konntest.

Als SchauspielerIn bist Du das Gesicht des Films und der Casting Director war oft der erste, der an Dich als dieses Gesicht geglaubt hat.
Die Nennung in Deiner Vita ist ein schöner Hinweis auf Eure Zusammenarbeit.

Selbstinszenierung im e-casting

e-castings haben wahnsinnig viele praktische Vorteile.
Jedoch: Regie oder Casting-Department stehen nicht bereit, um gemeinsam mit Dir an der Rolle oder der Szene zu arbeiten.
Du musst Dich selbst inszenieren und das ist manchmal gar nicht so einfach. 

Was Du beachten solltest und wie Du am besten vorgehst, haben Julia und Johannes für Dich zusammen gefasst, wieder ergänzt durch hilfreiche Tipps von CasterInnen wie Susanne Ritter, Marc Schötteldreier und Clemens Erbach. 

Noch mehr Infos gibt’s wie immer im YouTube Kanal von Netzwerk Schauspiel.
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Als Anspielpartner einen Fuß in die Tür bekommen

Wer  noch nicht so viele Leute in der Branche kennt oder nicht gut im networken ist, sollte sich andere Wege suchen, um Kontakte auf Augenhöhe zu knüpfen, z. B. als Anspielpartner.  

Wie lerne ich CasterInnen, RegisseurInnen, RedakteurInnen etc. persönlich kennen?
Und wie bringe ich sie dazu, gute Erinnerungen an mich als SchauspielerIn zu behalten, sodass ich künftig aus der Masse heraus steche?
Wie kann ich mich beweisen, wenn mich noch Niemand – oder nach einer längeren Schaffenspause – Niemand mehr kennt?
Ja, allgemein gefragt: Wie bekomme ich einen Fuß in die Tür?

Solche Fragen werden uns häufig gestellt.
Eine Antwort könnte sein:

Stell Dich bei Castings als Anspielpartner zur Verfügung. 

Das kommt natürlich nicht für jeden in Frage, denn meist hat die Produktion kein oder nur ein kleines Budget für einen Anspielpartner, sprich: Du arbeitest ggf. einen ganzen Tag ohne Gage.
Aber wenn Du gut bist, profitierst Du bestimmt in der ein oder anderen Weise davon, denn „Als Anspielpartner einen Fuß in die Tür bekommen“ weiterlesen

Zeig was Du kannst. Verlinke Deine Fähigkeiten mit Deinem Reel

Demo-Szenen zeigen besonders eindrücklich, wie gut Du etwas beherrschst. 

Besondere Fähigkeiten heben Dich von anderen SchauspielerInnen ab. Sprachkenntnisse, ein Motorradführerschein, ein beherrschtes Instrument oder spezielle Sportarten können Kriterien sein, die dabei helfen, eine Rolle mit eben diesen Fähigkeiten authentisch darzustellen.
Darum empfiehlt es sich, Skills im Profil anzugeben, sodass sie bei Bedarf über die Suchmaske der CasterInnen gefunden werden können.

Wer darüber hinaus seine Fähigkeiten mit Bewegtbild oder Audiomaterial (z. B. bei Sprachkenntnissen, Gesang oder Sprechererfahrung relevant) untermauert, gibt den Besetzern ein starkes Werkzeug an die Hand, den Grad Deiner Fähigkeiten einzuschätzen und diese als Argument für die Besetzung zu nutzen.

Um direkt und unmittelbar auf das entsprechende Video- oder Audiomaterial zu verweisen, können einzelne Szenen aus Deinem filmmakers Reel nicht nur mit der Vita, sondern auch mit Deinen Fähigkeiten verknüpft werden.
Manche SchauspielerInnen verwenden hierfür extra hergestellte Skill-Demos, in denen sie ihre Fähigkeiten vorführen.
Alternativ ist auch denkbar, eine Showreel-Szene, in der Du beispielsweise Motorrad fährst oder Violine spielst, mit der entsprechenden Fähigkeit zu verknüpfen. Hier ein Beispiel.

Das Material muss hierfür im Demo-Editor  – auf den Du mit dem VOLLEINTRAG PLUS Zugriff hast – hoch geladen und veröffentlicht sein.
Bei “Meine Reels” hast Du unter dem Punkt “Bearbeiten” für jede Szene die Möglichkeit, diese mit Deiner Vita und/oder einer Fähigkeit zu verknüpfen. Anschließend erscheint ein kleiner grüner “Play”-Button neben der entsprechenden Fähigkeit, mittels dem man auf die zugeordnete Szene gelangt.

Natürlich sind wir Dir auch gerne bei der Verknüpfung behilflich.

Das Showreel: Arbeitswerkzeug vs. Kunstwerk

Warum die Kapitelansicht eines Reels für die Besetzung so wichtig ist

Für die meisten Schauspieler*innen ist ein in Kapitel aufgeteiltes Reel bereits gang und gäbe.
Dennoch tun sich manche noch schwer, sich von ihrem aufwendig zu einem Gesamtfilm zusammen geschnittenen Band zu lösen, das eine eigene Dramaturgie hat und beinahe als eigenständiges Kunstwerk durchgehen könnte. Natürlich ist ein solches Reel schön für den Schauspieler, schließlich präsentiert er darin sein gesamtes künstlerisches Schaffen wie in einem Filmtrailer pointiert und unterhaltsam.
Jedoch: Ist das wirklich der Sinn der Sache?

Zwar wird im deutschsprachigen Raum aktuell wieder mehr gecastet, egal ob live oder im eCasting. Jedoch das Showreel hat nach wie vor eine ganz zentrale Rolle im Besetzungsprozess, um die schauspielerische Leistung, die aktuelle Wirkung im Bewegtbild und um Art und Umfang der Rollen von der Vita beurteilen zu können. „Das Showreel: Arbeitswerkzeug vs. Kunstwerk“ weiterlesen

How to… : Der filmmakers Demo-Editor

Wer es mit der Veröffentlichung von neuem Demo-Material eilig hat und nicht auf die Hilfe unseres Supports warten möchte bzw. kann oder einfach gerne selbst die Kontrolle über das eigene Demo hat, nutzt im VOLLEINTRAG PLUS am besten unseren

DEMO-REEL-EDITOR! 

Schnell und einfach sind damit neue Szenen ergänzt, die Reihenfolge der Kapitel getauscht oder viele andere Änderungen vorgenommen, ganz flexibel, jederzeit, auch ohne unsere Hilfe.
Wie das geht, „How to… : Der filmmakers Demo-Editor“ weiterlesen

Ein Schauspieler ist keine Tütensuppe

Ein Satz zu viel oder: Ein Schauspieler ist keine Tütensuppe

Ein Gastbeitrag von Casting-Director Clemens Erbach auf Basis eines Vortrags beim BFFS-Stammtisch in Köln und Berlin

Das Verhältnis und die Kommunikation zwischen Schauspielern und Castern ist sicherlich nicht frei von Tücken. Es gibt da zwei Umstände – Timing & Subtext, betrachtet in einem neuen Kontext – die auch mir über viele Jahre als Castingdirector entgangen sind. Ich bin überzeugt, dass das Verhältnis mit einfachen Mitteln entspannt und auf eine angstfreie Kommunikationsebene gehoben werden kann. Genau zu diesem Thema „Ein Schauspieler ist keine Tütensuppe“ weiterlesen