Wer ist dein Anspielpartner?

” Ein guter Anspielpartner ist gold wert! “

Aber was ist, wenn es schnell gehen muss und ihr so kurzfristig keinen Kollegen als euren Anspielpartner einsetzen könnt? Dann heißt es improvisieren. Die besten Tipps rund um den richtigen oder auch impsovisierten Anspielpartner haben wie immer Julia und Johannes für euch! Viel Spaß beim Gucken und Ideen sammeln.

Zappst du noch oder streamst du schon?

Wir kennen sie alle: Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime, Maxdome, Sky – um nur die populärsten zu nennen. Ganz neu mit dabei: Joyn, welcher “Deutschlands größter kostenfreier Streaming-Dienst” werden möchte. Und die Zahl wächst, ständig kommen neue Anbieter mit spannenden Serien, Filmhighlights und eigenen Produktionen auf den Markt. Was auch kein Wunder ist, denn Streaming ermöglicht uns zu gucken was wir wollen, wann wir wollen und wo wir wollen. Während man vor einigen Jahren noch pünktlich zu seiner Lieblingsserie vor dem Fernseher saß, schaut man heute wann es einem passt. Wir haben die freie Wahl – und das gefällt uns!

Bei all der Freiheit und den spannenden Serien auf Netflix & Co., über die jeder spricht und die man nun mal gesehen haben muss um mitreden zu können, stellt sich die Frage nach dem klassischen Fernsehen. Ganz wie in alten Zeiten pünktlich vor der Flimmerkiste sitzen und Familienduell schauen – gibt’s das noch? Und wer erinnert sich nicht daran, wie man sich früher vor dem Fernseher zum gemeinsamen „Wetten das?“ Gucken versammelt hat? Fernsehen war eine soziale und auch zeitliche Routine, an die man gewöhnt war. Vieles davon fällt nun durch das individuelle streamen weg. Außer man trifft sich natürlich zum gemeinsamen Game-of-Thrones Gucken oder Mädelsabend mit Disneyfilm-Marathon.

Apropos: Im November geht Disney mit dem eigenen Streamingdienst Disney+ auf den Markt. Dafür hat man sich unter anderem die Simpsons an Board geholt – alle 30 Staffeln. Das hat bisher kein Anbieter geschafft. Außerdem hat der Konzern viele Eigenproduktionen mit hohem Budget, zum Beispiel eine StarWars und eine Marvel Serie angekündigt. Natürlich werden auch die altbekannten und geliebten Klassiker wie „Die Schöne und das Biest“ hier vertreten sein. Wann genau Disney+ auf den deutschen Markt kommt ist allerdings noch unklar. AppleTV+, WarnerMedia und NBCUniversal wollen natürlich ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben und kommen daher zeitnah als weitere Anbieter auf den Markt.

Aber wie steht es denn nun um unsere einst so geliebte Flimmerkiste? Seit Jahren hört man Thesen und Vermutungen darüber, wann das Fernsehen tot sein wird.  Medienexpertin Lisa Jäger: “Immer mehr Menschen wenden sich vom linearen Fernsehen ab“. Verschiedene Studien, Expertenmeinungen und Interviews mit wichtigen Konzernbossen bringen im undurchsichtigen Informationsdschungel wenig Klarheit. Fest steht allerdings laut der aktuellen Umfrage von YouGov, dass Streaming besonders bei den Millennials zum Alltag dazu gehört. 70% haben mindestens einen Anbieter abonniert – bei der Bevölkerung ab 35 sind es auch schon 52%, mit steigender Tendenz. Laut einer anderen Studie kommen so die Millennials nur noch auf täglich 94 Fernsehminuten, während die über 60-Jährigen 248 Minuten vor dem Fernseher verbringen. Bei den Jüngeren, deren TV-Konsum seit 2011 kontinuierlich sinkt, kommen dafür allerdings täglich 53 Minuten für Streamingdienste und Youtube dazu, die von der Generation Ü60 derzeit noch wenig genutzt werden. Laut YouGov sind die Nutzer allerdings gesättigt, alle befragten Altersgruppen gaben in ähnlichen Verteilungen an, dass es bereits zu viele Streaming-Plattformen gibt. Es wird sich also zeigen wie und ob sich Disney+ und Co. etablieren können.

Die Zukunft könnte nach der Komplementärthese wie folgt aussehen: das eine Medium wird das andere nicht verdrängen, sondern ergänzen. “Online und lineares Fernsehen schließen sich nicht aus” so Dirk Reinbothe, Director und Experte für den Streaming- und TV-Markt bei Nielsen. Außerdem belebt Konkurrenz ja bekanntlich das Geschäft, den Kampf um kreative Köpfe und Fachkräfte. Und beschert uns ganz nebenbei einfach ein viel größeres Angebot an Entertainment. Wir haben, wie in unserer jetzigen Zeit eigentlich überall, ein Überangebot bis Überfluss und letztendlich die Qual der Wahl. Wir wollen alle Freiheit zu entscheiden  – in diesem Fall was wir gucken wollen – und verbringen am Ende wahrscheinlich den ganzen Abend mit der Suche nach dem richtigen Programm.

Erweitert der zusätzliche Streamingmarkt die Chancen für Schauspieler und Filmschaffende? Wie ist euer Fernsehguck-/Streamingverhalten?

Lasst uns eure Meinung da, wir sind gespannt was ihr denkt!

 

 

 

Die Bildgestaltung in eurem e-casting

Was ist eigentlich beim e-casting zu sehen, außer mir?

Klar, ihr steht im Fokus! Aber was ist eigentlich sonst im Bild zu sehen, welchen Hintergrund sollte man wählen? Wo positioniere ich Kamera und Anspielpartner? Antworten auf diese und weitere Fragen geben euch Julia und Johannes in ihrem neuen Video von Netzwerkschauspiel.

Instagram in der Schauspielbranche – ein Blick auf das soziale Netzwerk

Egal ob Hobbyfotograf, Ernährungsjunkie, Mamablogger oder professioneller Influencer – auf den sozialen Medien ist alles und jeder vertreten. Der Begriff Social Media ist nicht mehr wegzudenken und ein Dauerthema, positiv sowie kritisch betrachtet. Und auch im Schauspiel bekommt der digitale Auftritt eine immer größere Rolle. Dabei rückt vor allem Instagram, welches Facebook als die beliebteste Plattform immer mehr ablöst, in den Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit. Im Oktober 2010 gegründet, wurde das Netzwerk im April 2012 für 1 Milliarde Dollar von Facebook aufgekauft. Zu diesem Zeitpunkt hatte Instagram 30 Millionen Nutzer, heute sind es pro Tag 500 Millionen und 1 Milliarde monatlich.

Ein ziemlich beliebtes Netzwerk also, welches schon lange nicht mehr als reine Freizeitbeschäftigung genutzt wird. Firmen, Persönlichkeiten, Unternehmer, TV-Serien, Verlage etc. – sie alle nutzen Instagram aus hauptsächlich einem Grund: Marketing. Denn mit vielen Followern ist man automatisch viel erfolgreicher, so die allgemeine Annahme. Ob nun Social Media Fan oder nicht, man sollte sich mit dem Netzwerk auseinandersetzen. Denn nicht von der Hand zu weisen ist, dass immer mehr Jobs, zum Beispiel in der Modelszene, anhand von Followerstatistiken vergeben werden. Diese Vorgehensweise der Besetzung findet scheinbar, wenn auch bis jetzt noch seltener, im Schauspiel ebenfalls Einzug. Der „GZSZ“-Darsteller Sascha Pederiva (@saschapederiva) sagte dazu in einem InterviewEin Beispiel: Wenn sich zwei Schauspieler mit ähnlichen Referenzen gegenüberstehen – der eine mit 5.000 Followern, der andere mit 50.000 – werden sie meiner Meinung nach natürlich den mit der größeren Reichweite nehmen, weil er mit der Produktion einfach viel mehr Menschen erreicht.“ Eine absolut logische Schlussfolgerung und nachvollziehbare Vorgehensweise. Auch wenn dies nicht unbedingt eine qualitative Entwicklung ist, denn nur weil jemand eine größere Community hat, ist er oder sie nicht automatisch in seinem Job begabter. Trotzdem scheint Instagram unverzichtbar geworden zu sein. Auf dem Blog der Theaterakademie Köln lässt sich sogar lesen: „Für Schauspieler/Schauspielerin ist diese Social Media Plattform Pflicht“. „Instagram in der Schauspielbranche – ein Blick auf das soziale Netzwerk“ weiterlesen

Und wie läuft das mit dem Ton beim e-casting?

Ohne Ton geht gar nichts. Daher ist es natürlich schon mal gut, wenn überhaupt etwas zu hören ist.

Aber auch beim Thema Ton können ein paar Vorbereitungen dabei helfen, sich noch perfekter zu präsentieren. Worauf es also ankommt, wenn ihr auf einfache Weise mehr aus den Aufnahmen herausholen wollt, auch darüber hat Netzwerk Schauspiel sich Gedanken gemacht.

Dein Spiel, Dein Reel

Wie Du mit ein paar kleinen Kniffen Dein Reel für die Besetzungsarbeit der CasterInnen optimierst.

Das Wichtigste in Deinem Showreel bist natürlich Du. Wenn CasterInnen auf Dein Demo klicken, sind sie in der Regel schon von Deinem Look überzeugt und haben nach SchauspielerInnen gesucht, deren Eigenschaften und Fähigkeiten Du erfüllst. Nun möchte der Caster wissen, wie Du im Bewegtbild aussiehst, wie sich Deine Stimme anhört, wie Deine Ausstrahlung vor der Kamera ist und natürlich, wie Du spielst.

Um den CasterInnen, die manchmal hunderte Reels am Tag anschauen, entgegen zu kommen, können ein paar kleine Kniffe helfen, „Dein Spiel, Dein Reel“ weiterlesen

Die perfekte Ausleuchtung beim e-casting

Damit die CasterInnen Euer Spiel gut beurteilen können, ist es wichtig, dass Ihr gut zu erkennen seid. 

Am besten ist Tageslicht dafür geeignet, um richtig gut auszusehen.
Aber mit ein paar Tricks ist auch eine professionelle künstliche Beleuchtung kein Hexenwerk.

Wie Ihr Euch beim e-casting ins rechte Licht rückt, erklären Julia Beerhold und Johannes Franke von Netzwerk Schauspiel.

Das Logo des Schauspielers ist sein Gesicht

Warum ein gut ausgewähltes Profilfoto so wichtig ist. 

Manche Markenlogos erkennen wir bereits von Weitem, an den Proportionen, den Farben oder der Typographie, selbst wenn wir den Schriftzug nicht lesen können.
Kein Wunder, dass Unternehmen viel Geld und Expertise in die Entwicklung und Etablierung eines solchen Logos stecken. Denn wer so fest im Kopf des potentiellen Kunden verankert ist, kann kaum in Vergessenheit geraten.

„Das ‚Unternehmen Schauspieler’ braucht gar kein Logo zu entwickeln, denn es hat bereits das beste Logo der Welt: ein Gesicht.“, schreibt Casting Director Clemens Erbach und verweist darauf, „Das Logo des Schauspielers ist sein Gesicht“ weiterlesen

Nachgefragt: Pro & Kontra des e-castings

Auf den ersten Blick scheint das e-casting nur Vorteile zu haben: Es geht schnell, ist unkompliziert und kostengünstig und Du hast als SchauspielerIn die Kontrolle über das Material, mit dem Du Dich bewirbst.

Dennoch gibt es immer wieder Stimmen, die dagegen argumentieren.

Julia Beerhold und Johannes Franke haben sich umgehört und dich wichtigsten Pros und Kontras der CasterInnen zusammen gefasst.

In der Sommerpause drehen?

Viele SchauspielerInnen mit festem Theaterengagement haben gelegentlich Schwierigkeiten, Spielplan und Drehtage unter einen Hut zu bekommen.
Die Sommerpause kann ein ideales Zeitfenster sein, um sich frei von Theaterverpflichtungen auch für Film- und Fernsehrollen anzubieten. 

Dass Du demnächst Zeit hast, ist ein wichtiger Hinweis für die CasterInnen und damit ein guter Anlass, um ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen.

Das kann zum Beispiel eine Mail an Deine LieblingscasterInnen sein.
Zumindest solltest Du aber sicher sein, dass Dein filmmakers Profil aktuell ist.
Schließlich bewirbst Du Dich damit Tag für Tag bei den CasterInnen, Produktionsfirmen und Sendern.

Wann? – Am besten bald.
Denn Projekte, die zwischen Juni und September gedreht werden, befinden sich vermutlich jetzt gerade in der Besetzungsphase.